
Loks zur Betriebszeit
Die eingesetzten Lokomotiven der ersten Betriebjahrzehnte sind leider nicht bekannt. Seit dem Ende der 20er Jahre bis 1932 versah die ehemals badische Baureihe IV e, später Baureihe 38.70 der Deutschen Reichsbahn, ab 1932 die badische VI c, später BR 74.4/75.11 den Hauptdienst auf der Wutachtalbahn. Daneben war die Baureihe 57.10-35 (ehemals preußische G 10), die Einheits-Baureihe 42 und die Einheits-Baureihe 44, nun unter dem Zeichen der DB hier zu finden. Im II. Weltkrieg befuhr sogar die Schweizer Dampflok C 5/6 die Strecke!
Von Mai 1953 bis November 1955 war der Schie-Stra-Bus im Einsatz, ein Zwitter-Fahrzeug, das äußerlich einem Omnibus ähnelte, technisch aber auch auf Schienen-Fahrgestelle aufsetzen konnte. Der Übergang erfolgte in Zollhaus-Blumberg und Weizen. Die Technik erwies sich jedoch als zu aufwendig und zu verschleißerzeugend, so daß die Fahrzeuge bald wieder außer Dienst genommen wurden. Ab Winterfahrplan 1955/56 leistete die Baureihe 75 (bad. VI c) auf den verbleibenden Streckenflügeln bis zur Verdieselung allein den Verkehr.
Lokomotiven der Museumsbahn
Im ersten Jahr des Museumsbahnbetriebes (1977) wurde der Dampfzug von 2 kleineren, dreifach gekuppelten Naßdampfmaschinen gezogen. Eine dieser Maschinen, eine schweizer E 3/3, befand sich zu dieser Zeit in Privatbesitz. Sie wurde auf dieser Strecke noch bis Ende der Saison 1980 aushilfsweise als Schiebelok an überlangen Zügen und als Reservelok eingesetzt und war sonst zunächst im Bahnhof Zollhaus, dann im Bw Fützen abgestellt. Die zweite Maschine war eine preußische T3 von Borsig/Berlin und ist heute im Eigentum des Vereins Kandertalbahn e.V. (zuvor , Sektion Kandertal) und fährt auf ihrer Stammstrecke im Kandertal im Museumsbahnbetrieb.
Von 1978 bis 1997 setzte die , Sektion WTB auf der Wutachtalbahn wechselweise zwei, bzw. seit 1993 sogar drei 1'D'1 Zweizylinder-Heißdampf-Tendermaschinen der ÖBB-Baureihe 93 (ex BBÖ BR 378, Nummern 1360 und 1394 seit 1993 auch noch 1378) ein. Diese Maschinen haben ein Dienstgewicht von 66 t, eine Achslast von 11 t und leisten 790 PS. Die Maschinen erwiesen sich jedoch als zu schwach für die stetig steigenden Zuglasten im Wutachtal und so wurden die Loks 93.1394 im Jahre 1997 und 93.1378 im Jahre 2000 an andere Museumsbahnen abgegeben. Im Oktober 1984 hat die WTB eine weitere, durch das ständig steigende Betriebsaufkommen dringend notwendig gewordene Lokomotive, die ex DB 50 2988 bekommen. Die BR 50 ist eine Zweizylinder-Heißdampf-Güterzug Schlepptender-Lokomotive mit der Achsfolge 1'E.
Im Jahre 1997 erkannte die , dass die verschiedenen Museumsbahnen in Deutschland und der Schweiz nicht mehr durch einen ehrenamtlichen Vorstand organisiert werden konnten. Daher wurde den einzelnen Sektionen die Möglichkeit gegeben, sich rechtlich zu verselbständigen und die Betriebe in eigener Regie zu führen. Der alte Hauptverein sollte für diese „Vereinstöchter“ fortan als Dachverband fungieren. So entstand im Frühjahr 1997 in Blumberg der Verein Wutachtalbahn e.V. ( ). Alle Lokomotiven und Wagen wurden vom Hauptverein übernommen und befinden sich seither im Eigentum des Vereins. Als eine der ersten Aktionen konnte der junge Verein die Dampflok 86 333 vom Eisenbahnmuseum Nördlingen erwerben. Die „86er“ hat sich bestens bewährt und trägt seither die Hauptlast des Museumsverkehrs zwischen Blumberg und Weizen.
Seit Beginn der Saison 1989 ist auch eine seit langem benötigte Diesel-Kleinlokomotive (Köf) eingesetzt, die als Rangierlok und als Zuglok für Arbeitszüge der Bahnmeisterei verwendet werden kann. In Ausnahmefällen kam sie auch schon für Sonderfahrten zum Einsatz. Seit Ende 2003 wird diese Köf durch eine zweite nahezu baugleiche Lok unterstützt.
Seit 1995 ist unter der Betriebshoheit der Museumsbahn der Stadt Blumberg auch ein Dieseltriebwagen (VT3) im Einsatz. Es handelt sich um eine Bauart, wie sie Anfang der 50er Jahre vor allem für NE-Bahnen (nicht bundeseigene Bahnen) gebaut wurde. Der Triebwagen verfügt über die stattliche Zahl von 90 Sitz- und 60 Stehplätzen. Er wird vor allem für kleinere Sonderfahrten eingesetzt, die zwar nicht von Dampfeisenbahnromantik begleitet sind, dafür aber aufgrund des preiswerten Betriebs kostengünstig durchgeführt werden können.
Ausserdem besitzt die Stadt Blumberg noch die betriebsfähige Werksdampflokomotive „Laufenburgerli“. Diese im Jahre 1908 gebaute Lok kann ebenfalls für Sonderfahrten eingesetzt werden und wird durch die Aktiven des Vereins gepflegt.
Im Bahnhof Zollhaus-Blumberg können zwei weitere Dampflokomotiven besichtigt werden. Als Blickfang dient die im Jahre 2003 äusserlich renovierte und nun in persönlicher Pflege stehende 52 8012. Die im Jahr 1943 gebaute und 1960 von der Deutschen Reichsbahn in der DDR „rekonstruierte“ Güterzugdampflok bereichert seit 1998 das museale Umfeld des Bahnhofs Zollhaus-Blumberg. Desweiteren steht neben dem zum Museum umgebauten Güterschuppen im Bahnhof Zollhaus-Blumberg die ehemalige Werksdampflok „105“. Für die Besucher des Museums soll der Führerstand dieser Lokomotive zur Besichtigung freigegeben werden. Diese erst 1952 gebaute Dampflok ist seit 2002 in Blumberg stationiert. Beide Lokomotiven sind nicht betriebsfähig und dienen vor allem zu Werbezwecken oder musealen Belangen. Detaillierte Informationen zu Lokomotiven und Wagen finden Sie auf der Homepage des Vereins.
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